Tim Krabbé – Das goldene Ei

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Es ist Ostern! Rex sucht Saskia. Eben war sie noch da. Saß seit den Niederlanden im Auto neben ihm, war mit ihm auf dem Weg nach Südfrankreich ins Ferienhäuschen, Lavendel schnuppern, Zikaden lauschen, Pernod nippen, Gitanes schmauchen, und jetzt, kurz nachdem die beiden die Route du Soleil verlassen und zum Tanken gestoppt haben, ist Saskia weg. Einfach so. Ohne ein Wort. Ohne Spaß. Schlicht und einfach, mir nichts, dir nichts verschwunden. Im Kofferraum ist sie nicht, ist nicht in, hinter, auf, unter oder neben der Tankstelle. Saskia, Saskinein. Niemand hat sie gesehen. Rien ne va vue. Schlichte, schnörkellose 98 Seiten braucht Tim Krabbé für seinen unerhörten Plot in DAS GOLDENE EI, das ob seiner simplen Brillanz schon mindestens zwei Verfilmungen gefunden hat. Eine gar mit Jeff Bridges (die schlechtere, mit Verlaub). 98 Seiten reichen vollkommen, gehen sie doch auf wie ein gut gekneteter, abgedeckter, warmgestellter Hefeteig, haben sie sich erst einmal durch unsere Gehirnwindungen gepresst; in die hintersten Winkeln und Nischen, dorthin, wo unsere tiefsten Ängste und Alpträume schlummern. Zackboing, so schnell kann das nämlich gehen. Auch dir und mir. Gerade noch: Honigkuchenpferd. Einen Fingerschipp später: Scherbenhaufen. Sind wir nicht alle ein bisschen Rex. Der indes sucht und sucht und sucht und findet unterwegs irgendwann gar eine neue Liebe und sucht trotzdem weiter und hadert und beginnt fast zu vergessen und begegnet eines Tages zum zweiten Mal dem Schicksal. Und dann geht’s erst richtig los.

 

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