Martin Suter – Die dunkle Seite des Mondes

Zwischen Fusionsverhandlung und Milz passt immer noch ein #Pilz“, denkt sich der erfolgreiche und zuweilen recht skrupellose Wirtschaftsanwalt Urs Blank und wirft zuerst seine Beziehung über den Haufen, dann ein paar halluzinogene Pilze ein, hernach alle Moral und Konventionen über Bord und schließlich sein komplettes Leben in die Büsche. Das liest sich zunächst mal überaus schön, flüssig und schlüssig. Und noch während man ob dieser unglaublichen Entwicklung des erfolgreichen Upperclass-Juristen zum instinktgesteuerten Waldschrat ungläubig sein geneigtes Häuptlein schüttelt und denkt: HATTA JETZT NICHT GEMACHT?! sitzt man schon mittemang den essentiellen Fragen des Lebens: Ähm, was war überhaupt zuerst? Moral oder Mensch oder Moral oder Facebook? Urs oder Mr. Hyde? Passiert mir das auch, wenn ich beim Champignons-Pflücken nicht aufpasse? Oder sogar einfach so? Wie dünn ist eigentlich die Decke der Zivilisation und warum ist uns eigentlich gerade so kalt? Hatta nicht sogar ein klitzeklitzeklitzekleines Bisschen (klitze) Recht, der olle Urs? Und was würde Darwin dazu sagen? Die Antwort hat Suters DIE DUNKLE SEITE DES MONDES nicht – auch nicht, wenn man es drei Mal liest. Übrigens auch nicht @moritzbleibtreu. Das ist aber auch gar nicht schlimm. Hauptsache, die Frage wird hin und wieder gestellt.

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