Jules Verne – 20.000 Meilen unter dem Meer

Alle zweiundeinhalb Seemeilen eine Plastiktüte in der Schiffschraube, kein Fisch vor den Gucklöchern und wenn, dann mit dem Bauch nach oben, Seekühe ausgestorben, alles voller abgesoffener Atom-U-Boote, ständig Mikroplastik im zinnenen Zahnputzbecher und aufgetaucht wird abwechselnd in Müllkontinenten oder Ölteppichen. Hat sich Jules #Verne wahrscheinlich auch alles anders vorgestellt, das mit dem Outlaw-Leben unter Wasser in der Zukunft. Sieg der Technik über die Natur klang auf dem Papier ja wahrscheinlich auch erst Mal nach Villarriba – ist am Ende aber eher Villabajo. Dennoch – etwas Seherisches hat Kapitän Nemo ja schon. Irgendwo zwischen Captain Paul Watson und Karl Stromberg kahjohlt der Alte durch die sieben Weltmeere, macht lässiges Superschurken-Zeugs wie Schiffeversenken, Schätze finden, Südpol gucken, Krakenkraulen, Haieherzen, dies, das, Ananas. Die unfreiwilligen Passagiere Professor Aronnax, dessen Diener Conseil und der Harpunier Ned Land wissen indes – leicht stockholm-syndrom-geplagt – nicht so recht, ob sie begeistert sein sollen vom smarten Deepsea-Dandy oder vielleicht besser doch nicht. 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER blubbern sie mit ihm auf der #Nautilus durchs Blaue und erleben steinbuttstarke Abenteuer, die ich als adoleszenter Beckenrandhocker ziemlich knorke fand. So schreibt man halt einen Abenteuerromanklassiker. Und obwohl es schon 150 Jahre alt ist, habe ich noch kein besseres U-Boot-Abenteuer-Buch gefunden. Ich habe aber auch nicht gesucht.

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@diogenseverlag

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