Jacques Mesrine – Der Todestrieb • L’Instinct de mort

Bei dem Vorstrafenregister kippt die Hälfte deutscher Gangster-Rapper beim Facebook-Posten vor Schreck ihr Glas zollfreien #Hennessyaufs goldene Gucci-MacBook, denn während heute einmal Schwarzfahren und direkt erwischt werden offenbar reicht, um muffige, EU-subventionierte Wellblech-Hallen in deutschen Industriegebieten mit der kompletten U15-Population brennpunktloser Mittelzentren zu 70 Euro each zu füllen, hat sich Jacques #Mesrine seine Popularität immerhin mit echtem Blut erkauft. Kluger und verwerflicher Weise zugleich naturellement nicht mit seinem. Das kann man finden, wie man will, muss man nicht lesen, aber ist allemal kredibiler, als #Koks zu predigen und nach dem Gig #Fruchtzwerge Weniger Süß zu löffeln. Ähm, was wollte ich? Ach ja. Mesrine. Staatsfeind Nr. 1 in Fronkreisch, gejagt, verknackt und geächtet in mindestens drei weiteren Ländern, ausgebrochen aus dem Knast des Todes, am dritten Tage aufgegriffen, eingefahren in den Hochsicherheitstrakt, wo er saß zu Rechten anderer Schurken, zu warten, bis er wieder flüchten kann. Oder so. Auf jeden Fall ist Mesrines Autobiografie L’Instinct de mort DER TODESTRIEB mal der tighte, reale Shit. Nicht nur noir sondern auch vrai. Selbst geschrieben im Kitchen, alles stimmt in Echtigkeit und geht am Ende auch doof aus für den Mann, den die französische Presse zeitlebens zum gallischen Robin Hood stilisierte und der in Wahrheit nicht mehr war, als ein Dummkopf, gefüllt mit Testosteron bis Oberkante Unterkiefer und einem Händchen für PR. Da schließt sich der Kreis, Bratan.
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