Günter Grass – Die Blechtrommel

Pickel, Pubes, Peinlichkeiten – das letzte Mal habe ich DIE BLECHTROMMEL vor 26 Jahren gelesen und was mein porenverstopftes Ich mit 14 für den Gipfel literarischer Schaffenskunst hielt, erweist sich itzo eher als ejaculatio praecox; windet sich wie ein glitschiger Aal aus einem ollen Pferdekopf, wenn ein semibegabter Brandstifter irgendwo in der Walachei Oskarchens ostpreussischer Oma mittemang und ungefragt unterröckens krabbelt und hernach nonchalant den kaschubischen Erdapfel besamt, wo er ja schon mal da ist, der freche Reinstecke Fuchs, der freche. Macht man doch nicht. Aber was mit drei aufhören will zu wachsen, braucht halt eine ordentliche Genesis. Hat sie aber auch gar nicht gemerkt, die Babuschka. War früher halt so und war ja dann auch gut so. Günter Grass, der Manfred Krug der Schreibmaschine und Pfeifenzeisig einer kohlianisch gespaltenen Nachkriegsbundesrepublik. Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat. Walroßschnäuzert der sich doch als omnipräsenter, sakrosanter Schimpfefinger bis zum Nobelpreis. (Für Literatur). Mega! Wir waren Nobelpreis. Wir waren Das Boot, wir waren Derrick, wie waren Die Blechtrommel, wir waren Made in West-Germany. Wir waren noch Zeiten. Heute sind wir maximal noch Mario Barth und Til Schweiger. Aber die waren nicht bei der SS, mag mancher unken. Das wars dann aber auch, manch anderer. Egal – ich hab‘s halt einfach nicht nochmal lesen können. Ich hab‘s versucht und nicht ertragen. Vielleicht ist es immer noch einfach gut. Vielleicht ist es aber auch irgendwann einfach gut.
__________

@dtv_verlag

#igreads #book #books #bücherliebe#lesen #instabook #buch #bücher#ausdemsiepen #bookstagram#bookporn #literatur #literature#dtvverlag #dasseil #bookstagram#buchempfehlung #buchblogger#grass #blechtrommel #alaaf#booklove #liesoderlasses