Roman Ehrlich – Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens

Don’t judge a book by its cover, es sei denn, the cover is mega. Klingt ein bisschen nach der Jury-Maxime von Heidi Dingsbums bei #GNTM, ist aber auch oft the way how I stell the Team Buchfink Buchregal zusammen. Roman Ehrlichs Roman (hihi) DIE FRÜCHTERLICHEN TAGE DES SCHRECKLICHEN GRAUENS (#DFTDSG) ist da ganz vorne mit dabei; quasi meine readable Lena Gerke, wenn ich Semi Khedira …

Friedrich Dürrenmatt – Das Versprechen

Immer wieder sonntags – kommt ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG irgendwo auf‘m Dritten. „Gecht Fröbe is’n ganz ganz fiese Möpp“, hat meine Oma immer gesagt. Das mag ursächlich daran liegen, dass er ihr – wie vielen – vor allem als gruseliger Gruselschmierling im großen, schwarzen Auto in Erinnerung geblieben ist, der mit leckeren Schoko-Igeln kleine Mädchen fängt und schlussendlich vom All-German-Darling Quax a.k.a. Heinz Rühmann …

H.G. Wells – Krieg der Welten

May I introduce you to: the Queen-Mother of alle fiese #Alien-Möppes (und #Alf) in Funk und Fernsehen aka. #Marsianer aka. die #Dreibeiner. Zugegeben, um zu Beginn des 21. Jhdt. auf dem Mars intelligentes Leben in fliegenden Riesenpatronen zu vermuten, muss man wohl hinter dem Mond leben, vor 120 Jahren sah das allerdings noch ein bisschen anders aus. Nur ein Jahr nach Stokers #Dracula, von dem …

Annie Proulx – Brokeback Mountain

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurich bin. Wenn ich Annie #Proulx lese, fühle ich mich immer so Proulx. Einsam und verlassen stehe ich da, raues Präriegras schlägt mir die Beine blutig; in der Ferne, über dem schnurgeraden Horizont, hinter den staubigen Böen, beginnt ein blauer Himmel, so endlos, so voller gewaltiger Wolken, durch die die Sonne ihre hellen Strahlen als …

David Grann – Die versunkene Stadt Z

Die versunkene Stadt Z, Kiwi-Verlag, David Grann

Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört. Percy Fawcett war der letzte große, viktorianische Entdecker. Und es waren nicht die Eiswüsten der Arktis und Antarktis, nicht die ruhmreiche Suche nach der Nordwest-Passage, nicht die Erschließung neuer Kolonien, denen er sich verschrieben hatte. Weit in den Urwäldern Südamerikas, unter den üppigen Wipfeln des Regenwaldes, im Dickicht des Dschungels, wo der Jaguar …

Martin Suter – Die dunkle Seite des Mondes

Zwischen Fusionsverhandlung und Milz passt immer noch ein #Pilz“, denkt sich der erfolgreiche und zuweilen recht skrupellose Wirtschaftsanwalt Urs Blank und wirft zuerst seine Beziehung über den Haufen, dann ein paar halluzinogene Pilze ein, hernach alle Moral und Konventionen über Bord und schließlich sein komplettes Leben in die Büsche. Das liest sich zunächst mal überaus schön, flüssig und schlüssig. Und noch während man ob dieser …

Jeff VanderMeer – Auslöschung

„Palim, Palim, ich hätte gerne eine Flasche Pommes Frites!“ Nonstop Nonsens – klingt nach einer Sendung von Didi Hallervorden. Ist es auch. Steht man phantastischer #Scifi Literatur und/oder psychoaktiven Substanzen im Allgemeinen eher skeptisch gegenüber, mag man es für den passenden Hashtag halten, um #AUSLÖSCHUNG von Jeff VanderMeer zu taggen. Der finstere, tief melancholische Auftakt der Scifi-Triologie des Autors ist wie #Lakritze oder der 18. …

Joseph Conrad – Herz der Finsternis

Ich liebe den Geruch von Novellen am Morgen! „Die Stromstrecken taten sich vor uns auf und schlossen sich hinter uns, als wäre der Urwald lautlos ins Wasser getreten, um uns den Weg zu versperren. Tiefer und tiefer drangen wir in das Herz der Finsternis ein.“ Für Jorge Luis #Borges ist Joseph Conrads HERZ DER FINSTERNIS nicht weniger als »[d]ie vielleicht eindringlichste Erzählung, die die menschliche …

Gerard Donovan – Winter in Maine

Um Gottes willen! Nicht! Der! Hund! Es ist ein ungeschriebenes und weithin akzeptiertes Gesetz, zumindest im Film: dem Hund darf nix passieren! NIX! Die Ausrottung kompletter Familien mit Stumpf, Stil und Erbfolge; magenhebende Dislokationen lebenswichtiger Organe und Körperbestandteile allerorten; möglichst kreative und hyperrealistische Termination aller Protagonisten – das alles nimmt der moderne Zuschauer gelassen hin, ja, ist ihm meist nicht mehr als ein Achselzucken wert. …

Umberto Eco – Der Name der Rose

Jeder hat dieses eine Buch, das ist, wie ein warmes Bett, in das man nach frühem Aufstehen zurückdarf; wie ein frischer Kaffee in Mamas Küche, wie der Geruch in Omas Wohnzimmer. Das ultimative Gefühl von Geborgenheit. Egal, wann man es hervorholt, egal, auf welcher Seite man es aufschlägt: man ist sofort da, sofort drin. Weiß, was drei Seiten vorher passiert ist und was nach dem …